100 Jahre Neuapostolische Kirche Gemeinde Wülfrath ↑
Die Anfänge der Gemeinde Wülfrath gehen in das Jahr 1923 zurück. In diesem Jahr kamen erstmals Brüder aus der Gemeinde Velbert, um in Wülfrath göttlichen Samen auszustreuen. So wurde zu einem Evangelisations-Gottesdienst eingeladen, der bei der Familie Krug in Düssel stattfinden sollte. Diese Familie war mit der neuapostolischen Familie Krausen aus Velbert verwandt. Sie war bereit, die Räumlichkeiten für diesen Gästegottesdienst zur Verfügung zu stellen, sind aber selbst später nicht neuapostolisch geworden. Der Augenblick des Beginns rückte näher und es war von allen Einladungen nur ein Gast erschienen, den Bruder Gustav Lupp eingeladen hatte. Dieser Gast war Gustav Zakrzewski. So holte Bruder Fritz Krausen einen weiteren, gerade vorbeikommenden Gast von der Straße und bat ihn, diesem Evangelisations-Gottesdienst beizuwohnen. Da der Ort Düssel ziemlich weit vom Zentrum der Stadt Wülfrath entfernt lag, stellte der Dienstleiter, Evangelist Schmeling, nach dem Gottesdienst die Frage über eine weitere Entwicklung von Gottesdiensten. Dieses hörte der erste Gast Gustav Zakrzewski und bot seine Wohnung in Wülfrath an der Mettmanner Straße für weitere Zusammenkünfte an. Dieses wurde von den Brüdern dankbar angenommen und so konnte in dieser Dachwohnung der Grundstein zur weiteren Entwicklung des Werkes Gottes gelegt werden. Bereits am 8. Dezember 1923 wurde in dieser Wohnung die erste Versiegelung durch Apostel Magney durchgeführt. Es wurde Gustav Zakrzewski mit seiner Frau, seinen 5 Kindern und der Schwägerin Erna Hook das Siegel der Gotteskindschaft übermittelt. Man kann diesen Tag als den Gründungstag der Gemeinde Wülfrath ansehen. In dieser Dachwohnung wurden nun über einen längeren Zeitraum die Gottesdienste gehalten und die Entwicklung nahm ihren Verlauf. Bedingt durch die Dachwohnung musste zwangsläufig das gesamte Treppenhaus genutzt werden, was den Unwillen der Mitbewohner herausforderte und diese die Lauferei durch den Flur nicht mehr duldeten. So musste nach einer neuen Unterkunft gesucht werden und man fand diese durch Anmietung des Gesellschaftsraumes der Gaststätte Knabach.
Die Gemeinde wächst - Suche nach größeren Räumlichkeiten ↑
Am 10. November 1929 empfing Bruder Gustav Zakrzewski das Unterdiakonenamt. Die Brüder aus Velbert, insbesondere Evangelist Busch und Priester Fritz Krausen, betreuten auch weiterhin die Gemeinde. Auch Fritz Harder, der in Wülfrath eine Bäckerei betrieb, diente eine zeitlang als Amtsträger in der Gemeinde und sollte nicht ungenannt bleiben. Er verzog jedoch später nach Ostpreussen. Die Gemeinde war inzwischen gewachsen und die Räumlichkeiten reichten nicht mehr aus. So mietete man einen Saal Am Pütt, der jedoch nach kurzer Zeit aus politischen Gründen wieder geräumt werden musste Es ging zurück zur Gaststätte Knabach und die Suche nach größeren Räumlichkeiten wurde fortgesetzt. Man fand diese in einem Hinterhaus an der Mettmanner Straße 79, wo nach erfolgtem Umbau im Jahre 1936 für die damaligen Verhältnisse Platz für alle Geschwister vorhanden war. Bereits 1924 war Bruder Herbert Krispien nach Wülfrath gezogen, hatte aber aus Unkenntnis über die Gründung einer Gemeinde in Wülfrath, die Gottesdienste in der Mettmann besucht. Dieses änderte sich sofort nach Bekanntwerden über diese Gemeinde, sodass er die gesamte spätere Entwicklung in Wülfrath selbst miterlebte. Am 5. November 1939 erhielt Bruder Krispien das Unterdiakonenamt für die Gemeinde Wülfrath, 6 Wochen später wurde er zum Militärdienst in den Osten einberufen. Am 7. Dezember 1941 erhielt Bruder Rudolf Frey das Unterdiakonenamt und am 27. Februar 1943 das Diakonenamt für die Gemeinde. Mit den Velberter Brüdern hat dieser treue Gottesknecht die Gemeinde während der Kriegsjahre versorgt. Er entschlief am 15. Mai 1969 im Alter von 63 Jahren. Aus dem Kriege zurückgekehrt, wurde am 2. Mai 1946 der Unterdiakon Herbert Krispien zum Priester ausgesondert und einige Zeit später mit dem Amt des Vorstehers betraut. Erstmals hatte nun die Gemeinde ihren eigenen ortsansässigen Vorsteher. Der treue Gott segnete auch weiterhin die Arbeit der Gottesstreiter und die Gemeinde war inzwischen ansehlich gewachsen.
60 Jahre Neuapostolische Kirche Gemeinde Wülfrath in der Eichendorffstraße ↑
Bezirksältester Röttger, der seit Anfang 1955 den Bezirk Wuppertal betreute, gab nach seinem ersten Besuch in Wülfrath den Anstoß zur Errichtung einer neuen Räumlichkeit. So wurde ein Baugrundstück gesucht, auf dem eine neue Kirche gebaut werden sollte. Unter mehreren Angeboten verschiedener Besitzer fiel die Wahl auf ein Grundstück in der Eichendorffstraße. Unter der Leitung des Bezirksältesten und Architekten Günther Eickhoff wurde hier 1962/63 die heutige Kirche gebaut. Am 20. Dezember 1963 weihte Apostel Rudolf Dicke diese Kirche ein und übergab sie ihrer Bestimmung. Als Grundlage für diesen Einweihungsgottesdienst diente das Wort aus Haggai 2,9: "Es soll die Herrlichkeit dieses letzten Hauses größer werden, denn des ersten gewesen ist, spricht der Herr Zebaoth; und ich will Frieden geben an diesem Ort, spricht der Herr Zebaoth."
Vorsteherwechsel 1969 ↑
Am 22.Oktober 1969 wurde der Diakon Rudi Grimm zum Priester für die Gemeinde durch Apostel Dicke ausgesondert. Kurz vor der Vollendung seines 66. Lebensjahres wurde der Vorsteher der Gemeinde, Priester Herbert Krispien, am 15. November 1972 durch den Apostel Dicke in den Ruhestand versetzt. Gleichzeitig setzte er in diesem Gottesdienst den Priester Rudi Grimm als neuen Vorsteher für die Gemeinde Wülfrath.
In einem Festgottesdienst am 25. August 1988, wurden die Unterdiakone Lothar Möller und Jürgen Grimm zu Priestern, und die Unterdiakone Michael Mreyen und Christian Batz zu Diakonen ordiniert.
Am 23. August 1992 empfing Bruder Bernd Winter in Mettmann das Diakonenamt von Apostel Klippert für die Gemeinde Wülfrath. Während dieser Zeit besuchte die Gemeinde ab dem 5. August 2001 die Gottesdienste in der Bezirksgemeinde Velbert-Mitte. In der Gemeinde Velbert ist die Gemeinde Wülfrath herzlich aufgenommen worden, alte Verbindungen wurden gefestigt, neue geknüpft.
Wiederbezug des Kirchengebäudes 2002 und Vorsteherwechsel 2006 ↑
Am 23. Mai 2002 wurde das Kirchengebäude wiederbezogen. Unser Bischof Wolfgang Schug diente mit dem Wort aus Apostelgeschichte 2, 37:
"Als sie aber das hörten, ging´s ihnen durch Herz und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln: Ihr Männer liebe Brüder, was sollen wir tun?"
Anfang Oktober 2004 wurde unser Diakon Volker Götte auf Wunsch unseres Bezirks[1]-Ältesten Karl-Heinz Eicker, für ein halbes Jahr zur Unterstützung in die Gemeinde Mettmann-Süd versetzt.
Am Mittwoch, den 22. November 2006 waren die Gemeinden Wülfrath, Haan und Hochdahl zum Apostelgottesdienst nach Hochdahl (Seminar) eingeladen. In diesem Gottesdienst wurde der Vorsteher Evangelist Jürgen Grimm, der fast 11 Jahre die Gemeinde Wülfrath leitete, auf Wunsch des Apostels zum Vorsteher der Gemeinde Haan bestellt. Pr. Guido Berkholz wird mit den Aufgaben des Vorstehers für die Gemeinde Wülfrath betraut. Bruder Rudolf Müller wurde am 25. Novenber 2009 in Velbert-Langenberg zum Diakon für die Gemeinde ordiniert. Auf Grund von Zurruhesetzungen der Priester Winter, Papke und Mreyen wurde Priester Roland Götte, welcher zuvor in der Gemeinde Velbert-Langenberg diente, beauftragt weiterhin als Priester in Wülfrath zu dienen.
erneute Vorsteherwechsel ↑
Am 8. November 2018 empfing Lutz Große das Diakonenamt für die Gemeinde Wülfrath.
Zum 31. Dezember 2020 gab Priester Guido Berkholz aus persönlichen Gründen seinen Amtsauftrag an Apostel Wolfgang Schug zurück. Am 11. Januar 2021 wurde Bezirksevangelist Roland Blome durch Bischof Ulrich Götte, im Auftrag von Apotel Schug, zum neuen Vorsteher der Gemeinde beauftragt. Im Gottesdienst am 14. März 2021 empfing Diakon Lutz Große aus der Hand des Apostels das Priesteramt.
Im Gottesdienst am 5. Januar 2022 ging Priester Lothar Möller aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand. Priester Lutz Große wurde im gleichen Gottesdienst als Vorstehervertreter beauftragt. Seit Mai 2022 finden die Gottesdienste im monatlichen Wechsel in Mettmann und Wülfrath statt. Apostel Schug besuchte am 13. Januar 2023 die Gemeinde Mettmann. In diesem Gottesdienst ordinierte der Apostel unseren Diakon Rudolf Müller zum Priester für Wülfrath.
Am 19. Juni 2023 wurde Bezirksevangelist Roland Blome von der Aufgabe des Vorstehers entbunden, um mehr Zeit für Bezirksaufgaben zu haben. Neuer Vorsteher der Gemeinde Wülfrath ist seit dem Priester Lutz Große.
Die Gemeinde Wülfrath zählt heute 118 Mitglieder. Es dienen ihr folgende Amtsträger:
Priester: Lutz Große (Vorsteher), Roland Götte, Rudolf Müller,
Diakone: Christian Batz
(Stand Juni 2023)
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